Das Protokoll der Gemeindeversammlung vom 13. November 2022 kann weiterhin auf Nachfrage in unserem Gemeindebüro eingesehen werden. Ebenso der Anhang dazu.

Der KGR ist außerdem weiterhin bereit, sich zu schriftlich geäußerten Anfragen (bitte an info@kirche-westerland.de) zu äußern.

Stellungnahme des Kirchengemeinderats zur Situation mit Pastorin A. Lochner

Eine Delegation des Kirchengemeinderats der Ev.-Luth Kirchengemeinde Westerland (KGR) hat sich am 30. November sowie am 14. Dezember 2022 mit Pastorin A. Lochner in Niebüll zu Gesprächen getroffen. Mit anwesend waren Pröpstin A. Wegner-Braun, ein Pastor aus der Pastorenvertretung, ein Anwalt von Pastorin Lochner sowie ein Anwalt des Kirchenkreises.

In diesen Gesprächen hat die Delegation des KGR Pastorin Lochner mitgeteilt, dass die ehrenamtlichen Mitglieder des KGR nach ausgiebigen und intensiven Beratungen bei einer Enthaltung einstimmig beschlossen haben, sie zu bitten, sich auf eine neue Stelle zu bewerben, da der KGR keine Möglichkeit einer weiteren vertrauensvollen Zusammenarbeit mit ihr in der Kirchengemeinde Westerland sieht, zumal auch die Zuhilfenahme und Beauftragung unterschiedlicher Supervisor*innen, Berater*innen und anderer Fachmenschen in den vergangenen Jahren nicht zu einer gemeinsamen Lösung geführt hat.
Anschließend haben die Beauftragten Pastorin Lochner die Begründung dieser Entscheidung ausführlich dargestellt.

Wir bedauern diese Situation sehr.

 

– Die ehrenamtlichen Mitglieder des Kirchengemeinderats –

Stellungnahme Pastorin Lochner

Ich habe den Wunsch des KGR zur Kenntnis genommen und ich akzeptiere ihn insofern, als ich nach dem Votum des KGR keine Möglichkeit für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mehr sehe.
Ich bedaure, dass mir nicht ausreichend Gelegenheit gegeben worden ist, mich zu den erhobenen Vorwürfen angemessen zu äußern.
In den Gesprächen mit der Pröpstin und dem Landeskirchenamt wurde mir kein schuldhaftes Verhalten nachgewiesen, außerdem hat der KGR mir vor 3 Jahren, im November 2019, sein uneingeschränktes Vertrauen ausgesprochen und mich in meinem Amt bestätigt.
Wir glaubten uns auf diese Bestätigung – wie es üblich ist – verlassen zu können für unsere zu der Zeit letzten 10 Berufsjahre.
Meiner Familie und mir fällt es ausgesprochen schwer die jahrzehntelang gewachsenen Bindungen in der Kirchengemeinde Westerland und zur Insel Sylt zu beenden. Dies gilt auch für meinen Mann, dessen selbständige berufliche Tätigkeit und das von ihm angemietete Büro im Pastorat an Sylt gebunden sind und der die Insel nicht in absehbarer Zeit wird verlassen können.

Ich hoffe sehr, dass es der Kirchengemeinde einerseits und mir andererseits gelingen wird, diese Trennung angemessen zu vollziehen. Dabei gehe ich auch davon aus, dass der Kirchengemeinderat mich im Hinblick auf die offenen Fragen in angemessener Weise unterstützen wird.
Die Abgabe dieser Erklärung erfolgt nicht, weil ich mir diese Entwicklung gewünscht hätte. Ich weiß, dass es Konflikte insbesondere zwischen Simon Ulrich und mir gab, an denen natürlich auch ich beteiligt war. Doch ich habe immer an eine Möglichkeit geglaubt, damit klärend umzugehen, weil ich es für Christenmenschen für unwürdig halte und es niemals für möglich gehalten hätte, dass die Zerstörung von Existenzen in Kauf genommen wird. Der Schaden, der der Gemeinde und „Kirche“ zugefügt wird, tut mir in der Seele weh.
Ich will aber die Augen nicht vor dem Votum des Kirchengemeinderates, dass ich die Kirchengemeinde Westerland verlassen soll, verschließen.

Ich hoffe, dass ich durch diese Erklärung eine zukunftsgerichtete Lösung der aufgetretenen Problematik erleichtern kann, ohne dass hierdurch von mir anerkannt wird, dass es sich um die richtige Lösung handelt, wenn ich die Kirchengemeinde verlasse.

Anja Lochner