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Ostern : ein leeres Grab – Soldaten zu Tode erschreckt –zwei Frauen in der Friedhofsdämmerung unterwegs mit dem Mut der Verzweiflung - ein Engel neben dem geöffneten Grab: Fürchtet euch nicht! – wer würde sich nicht fürchten!?

Ostern: einer schreibt ein Gedicht

... so etwa sah es kurz nach der Auferstehung aus.
Die Vögel wollten nicht schweigen.
Ihr Geschrei weckte die Berge.
Von jetzt an ist niemand mehr sicher vor göttlicher Gegenwart -
jedes Gesicht und jeder Fels kann sie tragen.

Das Grab ist leer. Du bist nicht mehr zu fassen.
Du könntest überall zu finden sein:
Im Himmel über uns auf unseren Straßen,
in Häusern, Kirchen, Nacht und Sonnenschein.

Es ist als ob aus dieser großen Leere
des Morgens damals sich die Welt verwandelt,
unaufgeregt und still und ohne Schwere,
weil niemals mehr der Tod am Ende handelt.

Seit jenem Anfang fließt der Himmel in die Welt
Und füllt die Finsternisse aller Zeiten auf.
So wird die dunkle Ordnung einfach umgestellt,
und aus dem letzten Gang entsteht ein Lebenslauf.

Es steht noch aus, was damals wirklich war,
noch haben wir das alles nicht verstanden.
Doch rede, Gott, und mach die Dinge selber klar
In uns und allen, die dich jemals fanden.

Verwandle, was sich an sich selbst verliert,
und öffne, die sich selbst verschlossen haben,
gib, dass das Leben wieder deine Nähe spürt,
die Kraft und all die Schönheit deiner Gaben.
(Quelle: geistreich.de)

Ostern: Von jetzt an ist niemand mehr sicher vor göttlicher Gegenwart -
Das Grab ist leer. Du bist nicht mehr zu fassen.
Du könntest überall zu finden sein.
Auch hier, auch jetzt, gerade hier und jetzt in dieser Osternacht.
Nicht zu fassen. …Rühr mich nicht an, weist der Auferstandene bei Johannes
die überglückliche Maria zurück. Du bist da. Du lebst. Sie will ihn umarmen.
Rühr mich nicht an!
Er ist nicht zu fassen. Aber: überall zu finden. Im Himmel über uns, auf unseren Straßen,
in Häusern, Kirchen, Nacht und Sonnenschein. In mir und dir.
Überall Deine Nähe, deine Lebenskraft und Schönheit. Gib, dass wir es wieder spüren.

Ostern: einer erlebt Ostern an Islands Geysiren. In eher unspektakulärer Landschaft finden sich dort in der Erde verborgen heiße Springquellen. An der Oberfläche sichtbar ist nur ein kleiner runder Pool. Er liegt dort unbewegt, oft lange Zeit, für viele Reisende zu lange tut sich nichts. Doch unvermittelt springt die Quelle mit unvorstellbarer Kraft in die Höhe, 40,50 Meter! Belohnt den, der geduldig ausgeharrt hat, lässt ihn sprachlos, begeistert, fasziniert zurück. Ein Allerweltsort, erzählt der Island-Reisende, verwandelt sich in einen Heiligen Ort. Nicht an der Oberfläche , in der Tiefe, hinter der gut gestylten Benutzeroberfläche ereignet sich : Ostern.

Ostern: eine unvergessene Filmszene aus den 90er Jahren. Philadelphia. Tom Hanks ist Andrew Beckett und zu Tode an Aids erkrankt. Schwer von seiner Krankheit gezeichnet, hält er sich am Infusionsständer fest und hört dies Lied, verwandelt sich, wird selbst Musik: La Mamma morta. Maria Callas singt von Gott, der vom Himmel herabsteigt , um die Erde in einen Himmel zu verwandeln. Weil er die Liebe ist.- Weil er die Liebe ist! Andrew Beckett/ Tom Hanks entgeht nicht dem Tod. Aber bis dahin kämpft er für die Rechte der Homosexuellen und der an HIV- und Aids Erkrankten. (Und tatsächlich hat der Film viel beigetragen)
Er entgeht nicht dem Tod – aber die Musik erzählt von einer größeren Wirklichkeit. Eine in ihrer Trauer um la mamma morta, die tote Mutter, Gefangene wird zu neuen Leben erweckt. Gott, vom Himmel herabgestiegen , hinabgestiegen bis hinunter zu den Toten. Auferstanden von den Toten. Überall gegenwärtig. Nichts mehr ohne ihn. Niemand muss mehr ohne ihn sein. Aus Liebe .
Andrew /Tom entgeht nicht dem Tod – Doch die Musik lässt den in seiner Krankheit zum Tode gefangenen sich aufschwingen. Zu der Gewissheit einer großen Hoffnung. Es ist mehr als dies hier. …

Ostern: die große Verwandlung.
Ein frisches Grab - Leer.
Soldaten – vor Schreck in Ohnmacht gefallen
Frauen – in aller Herrgottsfrühe allein auf dem Friedhof.
Trauer, Angst , Leere – österlicher Jubel: er ist auferstanden. Wahrhaftig!
Der eben noch sicher im Grab verwahrte könnte ab jetzt überall zu finden sein. Niemand ist mehr sicher vor Göttlicher Gegenwart.

Ostern ist die große , die größtmögliche Verwandlung: denn am Ende wartet nicht mehr der Tod. Nie mehr. Der letzte Gang mündet in einen Lebenslauf. Ist das wahr, und es ist wahr: dann kann doch das Leben hier : unaufgeregter, leichter, liebevoller, offener sein, dem Leben hilfreich zugewandt! Wo immer das Leben deine meine Hilfe braucht.

Ostern: Die große Verwandlung. Überall möglich. Der Auferstandene überall. Er erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Tiefer, verborgen, hinter glatten Oberfläche, unter der unspektakulären Erscheinung. Österliche Auferstehungskraft braucht Geduld Gottes Auferstehungskraft wohnt in der Tiefe, hinter den Dingen und den schnellen Erfolgen. Niemand ist mehr sicher vor göttlicher Gegenwart.Sie könnte überall zu finden sein. Jeder Fels, jedes Gesicht kann sie tragen. Schauen mal Ihren Nachbarn an. Vielleicht erkennen sie sie.
Frohe Ostern!

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